S IMMO AG: Starker Auftakt 2018

Sonstige Meldung
  • Ergebnis je Aktie auf EUR 0,22 gesteigert
  • EBT auf EUR 18,1 Mio. gesteigert
  • Nach großvolumigen Verkäufen der Vorjahre wird 2018 ein Übergangsjahr
  • EPRA-NAV auf EUR 17,79 je Aktie erhöht

Im ersten Quartal 2018 hat die börsennotierte S IMMO AG erneut ihre operative Stärke unter Beweis gestellt. Die S IMMO agiert zyklusorientiert und hat in den vergangenen beiden Jahren gewinnrealisierend Immobilienverkäufe in Höhe von insgesamt rund EUR 700 Mio. getätigt. Trotz der in Folge reduzierten Mieterlöse konnte das Gesamtergebnis auf Vorjahresniveau gehalten werden. Ernst Vejdovszky, Vorstandsvorsitzender der S IMMO, kommentiert: „2018 ist für uns ein Übergangsjahr. Wir werden die getätigten Verkäufe der vergangenen Jahre mit Zukäufen und Projektentwicklungen kompensieren, aber so etwas braucht Zeit. Umso stolzer macht es mich, dass wir das Ergebnis je Aktie trotzdem gesteigert haben.“

Mieterlöse und starkes Hotelergebnis

In den ersten drei Monaten 2018 beliefen sich die Gesamterlöse der S IMMO auf EUR 43,5 Mio. (Q1 2017: EUR 46,5 Mio.). Wie erwartet führten die großvolumigen Verkäufe der vergangenen Jahre zu einem Rückgang, der aber durch eine positive Like-for-Like-Performance der Bestandsimmobilien und Zukäufe abgefedert wurde. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Renovierung des Vienna Marriott Hotels konnten die Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung deutlich auf EUR 10,0 Mio. gesteigert werden (Q1 2017: EUR 7,4 Mio.). Eine positive Entwicklung konnte auch in der Immobilienbewirtschaftung verzeichnet werden, der Aufwand konnte von EUR 16,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 14,4 Mio. im ersten Quartal 2018 verbessert werden.

Auf Ankaufsseite aktiv

Die Verkäufe der vergangenen Jahre sollen sukzessive durch Investitionen und Projektentwicklungen kompensiert werden. Dafür war die S IMMO im laufenden Jahr vor allem am deutschen Markt unterwegs – der Fokus liegt weiterhin auf mittelgroßen deutschen Städten mit starker wirtschaftlicher Entwicklung und Wachstumspotenzial. Im ersten Quartal wurden 18 Immobilien mit einem Gesamtkaufpreis von EUR 26,3 Mio. erworben, bis Ende Mai 2018 wurden Verträge für 13 weitere Immobilien mit einem Gesamttransaktionsvolumen von EUR 43,6 Mio. abgeschlossen.

Die Position der anderen finanziellen Vermögenswerte – vor allem die Aktieninvestments in Immofinanz AG und CA Immobilien Anlagen AG – lag per 31.03.2018 bei EUR 453,1 Mio. (31.12.2017: EUR 300,2 Mio.). Dieser Wert liegt deutlich über den Anschaffungskosten der S IMMO. Zusätzlich wurden aus diesen Investments bis Mai 2018 insgesamt ca. EUR 19,4 Mio. an Dividendenzahlungen vereinnahmt. 

Positive Effekte im Finanzergebnis

Das EBITDA sank erwartungsgemäß von EUR 19,5 Mio. im ersten Quartal 2017 auf EUR 17,3 Mio. im ersten Quartal 2018. Auf Grund der beschriebenen Effekte verringerte sich in weiterer Folge das EBIT von EUR 27,2 Mio. im ersten Quartal 2017 auf EUR 24,9 Mio. im ersten Quartal 2018. 

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich und konnte auf Grund positiver Derivatbewertungen, des Entfalls von Aufwendungen für den Genussschein sowie gesunkener Cost of Funding von EUR -9,3 Mio. auf EUR -6,7 Mio. verbessert werden. Die Cost of Funding (Finanzierungskosten inklusive Anleihen und Derivate) konnten im Vergleich zum Stichtag 31.03.2017 von 3,08 % auf 2,56 % verringert werden.

Anstieg von EBT und Ergebnis je Aktie

Das EBT stieg auf EUR 18,1 Mio. (Q1 2017: EUR 17,9 Mio.). Auf Grund eines höheren Steueraufwands belief sich der Periodenüberschuss auf EUR 14,7 Mio. (Q1 2017: EUR 16,2 Mio.). Das den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuordenbare Ergebnis je Aktie stieg auf EUR 0,22 (Q1 2017: EUR 0,21). Der Buchwert je Aktie lag zum 31.03.2018 bei EUR 14,37 (31.12.2017: EUR 14,21), der EPRA-NAV wurde von EUR 17,63 zum 31.12.2017 auf EUR 17,79 zum 31.03.2018 erhöht. 

Kapitalmarkt

Analog zu den großen internationalen Börsen bewegte sich die S IMMO Aktie im ersten Quartal eher seitwärts und notierte zum 31.03.2018 bei EUR 16,10. Positiv zu verzeichnen ist der Anstieg in der Liquidität des Wertpapiers: Im April des laufenden Jahres kam es erneut zu Bewegungen in der Aktionärsstruktur des Unternehmens. Das Management sieht dies als Bestätigung der Attraktivität eines Investments in die S IMMO.

Ausblick 2018

Immobilienzyklen zu nutzen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die S IMMO AG profitiert gegenwärtig weiterhin von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in ihren Märkten sowie vom niedrigen Zinsumfeld und dem hohen Preisniveau in vielen Immobilienmärkten. 

Friedrich Wachernig, Vorstand der S IMMO AG, erläutert: „Ein attraktives Preisniveau für Zukäufe sehen wir aktuell vor allem in aufstrebenden deutschen Städten wie Leipzig, Kiel und Rostock. Diese Städte weisen durch den Zuzug ein gutes demografisches Profil und wirtschaftliches Wachstumspotenzial auf. Der Ankauf von Objekten mit stabilen Renditen und niedrigem Mietniveau sichert einerseits nachhaltige Cashflows und schafft andererseits Wertsteigerungspotenziale. So sichern wir die Erträge der Zukunft.“

Im ersten Quartal wurde der Umbau des Shoppingcenters Sun Plaza in Bukarest erfolgreich beendet. Darüber hinaus ziehen aktuell die ersten Mieter in das Einsteinova Business Center ein. Die Büroimmobilie The Mark in Bukarest soll planmäßig noch im laufenden Jahr fertiggestellt werden. Des Weiteren werden die Umbauarbeiten an der Wiener Wohn- und Büroimmobilie Siebenbrunnengasse in diesem Jahr beginnen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2018 – 31.03.2018

in EUR Mio. / Fair-Value-Methode

 

01-03/2018

01-03/2017

Erlöse

43,5

46,5

davon Mieterlöse

24,6

28,9 

davon Betriebskostenerlöse

8,9

 

10,1

davon Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung

10,0 7,4

 

Sonstige betriebliche Erträge

0,6

0,5

Aufwand aus der Immobilienbewirtschaftung

-14,4

-16,5

Aufwand aus der Hotelbewirtschaftung

-8,1

-7,2

Bruttoergebnis

21,6

23,4

Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien

0

1,7

Buchwerte veräußerter Immobilien

0

-1,7

Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien

0

0

Verwaltungsaufwand

-4,3

-3,8

Ergebnis vor Steuern, Immobilienbewertung, Abschreibungen und Finanzergebnis (EBITDA)

17,3

19,5

Abschreibungen

-1,8

-2,1

Ergebnis aus der Immobilienbewertung

9,4

9,8

Betriebsergebnis (EBIT)

24,9

27,2

Finanzergebnis

-6,7

-8,5

Genussscheinergebnis

0

-0,7

Ergebnis vor Steuern (EBT)

18,1

17,9

Ertragssteuern

-3,4

-1,8

Periodenüberschuss

14,7

16,2

davon den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuordenbar

14,7

13,7

davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar

0

2,4

Ergebnis je Aktie (in EUR)

0,22

0,21